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Wohlbefinden für alle Mitarbeiter

Gesund. Stark. Zufrieden. Startschuss für Langzeitprojekt: Sozialverband plant, die individuelle Situation jedes Beschäftigten zu verbessern, um gemeinsam fit in die Zukunft zu gehen – fachlich unterstützt von der AOK Nordost.

Dieses Projekt geht alle an. Alle knapp 300 Mitarbeiter der Volkssolidarität Südwestmecklenburg. Der Verband möchte die Gesundheit und das Wohlbefinden jedes Einzelnen in seinem Job, an seinem Arbeitsplatz und im Allgemeinen fördern.

Dafür startete die Geschäftsführung Ende Juni mit dem „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ (BGM). Dr. Wenke Simon von der AOK begleitet die Volkssolidarität und ihre Mitarbeiter fachlich bei dem Projekt.

„Eins ist dabei glasklar“, sagt Geschäftsführer Holger Mieth. „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist viel mehr, als Betriebssport und ein gesunder Arbeitsplatz.“

Ein hohes Ziel.

Hinter dem Namen „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ verbirgt sich ein ganzes Paket aus Analysen, Plänen und Maßnahmen. Alles mit dem Ziel: Das Wohlbefinden jedes einzelnen Mitarbeiters zu steigern.

Einiges gibt es bereits, wie Tageslichtlampen. Ergonomische Arbeitsplätze. Lockernde Massagen. Damit versorgt und unterstützt die VS bereits einige Mitarbeiter.

„Wir wollen aber für alle etwas tun“, sagt Birthe Erler. Die Yoga-Trainerin der VS koordiniert das Projekt zurzeit. Dazu versammelte sie Dr. Wenke Simon von der AOK, Geschäftsführer Holger Mieth und alle Fachbereichsleiter an einem Tisch – die Lenkungsgruppe des Projekts.

Es geht zunächst um grundlegende Fragen. Wie ist das Arbeitsklima in den Fachbereichen bzw. Einrichtungen? Wie stark ist die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter? Ist die gesundheitliche Belastung zu hoch? Wie zufrieden sind die Beschäftigten? Gibt es auffallend viele Krankmeldungen oder Unfälle?

Um nun die Erzieherin in Boizenburg, die Altenpflegerin in Prislich, die Pflegehelferin in Wittenburg und alle anderen VS-Mitarbeiter zu erreichen, macht sich die BGM-Lenkungsgruppe einen umfangreichen Plan.

Ein langer Weg.

Die Herausforderung: In der VS sind die Arbeitsplätze so vielfältig wie das Leben bunt. Erzieher betreuen Kinder. Sozialpädagogen begleiten Schüler in sozialen Brennpunkten. Fachkräfte für Psychosoziales kümmern sich um Erkrankte in stationären Tagesstätten sowie ambulant zu Hause. Gleiches gilt für Pflegekräfte der Seniorentagesstätten und Sozialstationen. Und viele Fachbereiche mehr.

Kurz: Vielfältige Fachgebiete. Verschiedene Arbeitszeiten, -orte und -bedingungen. Zielgruppen aus allen Generationen.

Um nun jeden Mitarbeiter individuell und auf seinen Arbeitsplatz zugeschnitten besser zu unterstützen, analysieren die Beteiligten im ersten Schritt den Ist-Zustand. Welche Maßnahmen wurden schon getroffen? Wie gut greifen sie bzw. reichen sie aus? Welche sind zurzeit in der Umsetzung? Wo besteht zeitnaher Handlungsbedarf?

Ein großer Plan.

Die Bestandsaufnahme aller Fachbereiche steht beim nächsten Treffen Ende Juli auf der Tagesordnung.

Im nächsten Schritt geht es darum, konkrete Handlungsbedarfe aufzuzeigen. Auch die Einrichtungsleiter sollen nach und nach einbezogen werden, um dann auch mit den einzelnen Mitarbeitern in den Austausch zu treten.

„Wir haben eine große Aufgabe vor uns“, sagt VS-Chef Holger Mieth. „Das wird uns bis ins nächste Jahr hinein beschäftigen. Und im besten Fall etablieren wir das BGM langfristig in unserem Verband, um mit allen Mitarbeitern dauerhaft in eine gesunde Zukunft zu steuern.“