Maria Löbel (2.v.l.) und Doris Hirsch (2.v.r.) aus der Kita „Abenteuerland“ in Neu Kaliß sowie Doreen Missal (Mitte), Leiterin der Kita „Haus Sonnenschein“ in Boizenburg übergaben die Spende der Volkssolidarität an Daniela Radermacher (r.), Leiterin der K
Foto: Kita MIKI Bad Neuenahr-Ahrweiler

Spendenübergabe im Flutgebiet

Kitas der Volkssolidarität Südwestmecklenburg sammelten 2.551 Euro

Bereits 14. Oktober 2021 waren Maria Löbel und Doris Hirsch aus der Kita „Abenteuerland“ in Neu Kaliß sowie Doreen Missal aus dem „Haus Sonnenschein“ in Boizenburg mit einem Kleinbus der Volkssolidarität Südwestmecklenburg nach Kripp am Rhein gereist – 13 Kilometer von ihrem eigentlichen Ziel entfernt. „Dort war nichts zu sehen und davon zu merken, was in unmittelbarer Nähe vor nunmehr drei Monaten passiert ist“, erzählte Maria Löbel, stellvertretende Kitaleiterin in Neu Kaliß nach ihrer Rückkehr.

Am nächsten Morgen machten sie sich mit ihrem Bus auf den Weg nach Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Kita „Miki“ des Krankenhauses Maria Hilf. Vor der Katastrophe wurden dort im Erdgeschoss jeden Tag die Kleinen betreut. „Inzwischen sind diese Räume komplett entkernt. Man erkennt nur noch an ein paar bunten Wänden und ein bis zwei Fensterbildern, dass hier früher jeden Tag Kinder für Trubel sorgten“, so Maria Löbel. Die Erzieherinnen rechnen damit, dass sie noch ein Jahr lang übergangsweise in zum Klinikum gehörenden Seminarräumen die Kita betreiben. Umso größer war die Freude, als sie den Scheck über mehr als 2.500 Euro der Volkssolidarität-Kitas aus Südwestmecklenburg in Empfang nehmen durften.

Die Idee zu der Spendensammlung kam Erzieherin Doris Hirsch aus Neu Kaliß vor einem Vierteljahr sofort, als sie die Bilder der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sah. Sie hatte 2013 selbst miterlebt, was es heißt, Hilfe zu bekommen. Das „Abenteuerland“ in Neu Kaliß war 2013 selbst vom Elbehochwasser betroffen. Der gesamte Kellerbereich, Garderoben, Fußböden und Sportraum waren zerstört. „Damals haben wir eine große Anteilnahme und Spendenbereitschaft erfahren und konnten so alles wieder in Schuss bringen“, so Maria Löbel weiter. Deswegen beschloss das Kollegium, für Flutopfer in Ahrweiler zu sammeln.

Nachdem die Aktion in Neu Kaliß so gut angelaufen war – es kamen hier insgesamt 1.300 Euro zusammen – schlossen sich auch die Volkssolidarität-Kitas „Laascher Strolche“ in Groß Laasch, „Mosaik“ in Schwerin und das „Haus Sonnenschein“ in Boizenburg an. Letzteres begann mit der Sammlung auf dem Fest zum 50. Geburtstag und organisierte noch eine Aufstockung des Spendenbetrags durch eine örtliche Bank bis auf 1.000 Euro.