Die alten Kasernengebäude an der Garnisonsstraße in Ludwigslust sind verschwunden, so soll der Campus „Wohnen & Arbeiten“ aussehen. Foto: VentusVentures/SVZ

„Meilenstein für Ludwigslust“

Volkssolidarität kooperiert mit VentusVentures: Am „Campus Wohnen & Arbeiten“ wird es Betreutes Wohnen und Tagespflege geben

Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird sich das Garnisonsgelände in Ludwigslust verändern. Schon jetzt sieht das Areal an der Garnisonsstraße und der Bürgermeister-Brandenburg-Straße völlig verändert aus. Die verfallenen ehemaligen Kasernengebäude sind verschwunden.

„Wir sind mit den Erdbauarbeiten so gut wie durch“, sagt Christian Geier von der VentusVentures-Gruppe. Das Hamburger Unternehmen hat das Gelände gekauft, strebt dort ein neues Projekt an – „Campus Wohnen & Arbeiten“.

VS plant Projekt für alle Generationen

Die ersten Wege sind gegangen. Jetzt geht es weiter. Und zwar gemeinsam mit der Volkssolidarität Südwestmecklenburg. „Unsere ersten Mieter haben wir ja gesagt, sind die Fledermäuse“, sagt Christian Geier. Jetzt haben die Hamburger Investoren gemeinsam mit der VS Südwestmecklenburg den ersten Mietvertrag geschlossen. „Was uns gefallen und überzeugt hat, ist, dass es ein generationsübergreifendes Projekt ist“, erklärt VS-Geschäftsführer Holger Mieth. Insgesamt werden 14 altersgerechte Wohnungen entstehen, eine Tagespflege mit 18 Plätzen sowie eine 24-Stunden-Betreuung vervollständigen die Kooperation zwischen Volkssolidarität und dem Hamburger Unternehmen. „Wir sind an einem ganzheitlichen Quartier interessiert“, sagt Holger Mieth. Gefunden hat er dieses bei der VentusVentures-Gruppe. Nicht nur Wohnraum für Ältere wird an der Garnisonsstraße so in den kommenden zwei Jahren entstehen, sondern auch Praxisräume – Physio-, Ergotherapeuten, Logopäden...

Begegnungen und ein Rundum-sorglos-Paket

„Eine weitere Besonderheit wird es geben“, sagt Holger Mieth. Der VS-Geschäftsführer meint den Sauna-Bereich, der auf dem Dach des VS-Gebäudes entstehen wird. Gut 3.500 Quadratmeter stehen der Volkssolidarität auf dem „Campus Wohnen & Arbeiten“ zur Verfügung. „Wir wollen einen Mehrwert schaffen“, verdeutlicht Christian Geier. Dazu zählt der Ludwigsluster auch einen Park zum Flanieren, eine Kindertagesstätte, die ebenfalls gebaut werden soll. „Wir streben ein Gesamtkonzept an. Jung und Alt sollen sich hier begegnen“, erläutert Christian Geier das Konzept. „Und einander helfen“, wirft Holger Mieth ein. Mit dem im Erdgeschoss entstehenden Bistro im VS-Gebäude kann die Volkssolidarität seinen Be- wohnern ein „Rundum-sorglos-Paket“ anbieten. „Wer möchte, kann Vollverpflegung buchen oder zwischen Mittag- und Abendessen entscheiden“, sagt Holger Mieth.

35 Millionen Euro investieren

In den kommenden zwei Jahren wird die VentusVentures-Gruppe gut 35 Millionen Euro ins Projekt investieren – eine Investition auch in den Standort, in die Stadt Ludwigslust. „Das wird ein Meilenstein für Ludwigslust. Wir sehen schon jetzt, dass Ludwigslust immer mehr an Bedeutung gewinnt. Vor allem auch für Rückkehrer. Unser Projekt bietet allen Generationen kurze Wege ins Zentrum“, sagt Christian Geier. Die weiteren Wohngebäude des Hamburger Unternehmens fügen sich ins Konzept ein, höher als viergeschossig wird nicht gebaut. „Die Bauhöhe bleibt dieselbe wie bei den ehemaligen Kasernengebäuden“, so Christian Geier. Und nicht nur die Volkssolidarität ist an einer Kooperation mit den Hamburger Investoren interessiert, sondern auch die Landkreisverwaltung. Die Pläne aber müssen noch durch die kreislichen Gremien – letztendlich entscheidet der Kreistag. Auch die VS investiert in den Standort, mindestens 20 Arbeitsplätze werden entstehen – allein durch den Bedarf an Pflege- und Betreuungskräften für die Tagespflege und das Betreute Wohnen am „Campus Wohnen & Arbeiten“.

(SVZ vom 22. September 2019, Sabrina Panknin)