Foto: Juliane Fuchs

Klassensprecher machen Schule

Schulsozialarbeiterin und Demokratiepädagogin beraten Schüler in Picher

Picher – „Die Klasse vertraut mir“, sagt Mia. „Sie tragen Wünsche an mich heran, die ich an die Lehrer weitergebe. Aber es nervt manchmal, dass mich einige nicht ernst nehmen.“ Darum macht die Schülerin gemeinsam mit anderen Jugendlichen der Klassenstufen vier bis acht an der Theodor-Körner-Schule in Picher beim Klassensprecher-Training mit. Schulsozialarbeiterin Elke Kessin organisierte das Seminar und lud dafür Demokratiepädagogin Konstanze Moritz vom RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur in Ludwigslust ein.

„Streithähne nerven manchmal“

„Die Schüler sollen sich hier über ihre Rolle klar werden, ihre Aufgaben und Möglichkeiten kennenlernen“, erklärt Moritz. Dabei sind vor allem das Gespräch und der Austausch mit anderen Klassensprechern wichtig.

„Streithähne nerven manchmal“, sagt Vanessa. Die Viertklässlerin ist stellvertretende Klassensprecherin und eine der Jüngsten in der Runde.

Wie kann ich Streit schlichten oder wie verhalte ich mich gar bei Mobbing unter Mitschülern? Wo bekomme ich Hilfe? Welche Rechte habe ich? Und warum wird eigentlich nie ein Schülervertreter zur Lehrerkonferenz eingeladen?

Schulealtag mitgestalten

Um die Funktion eines Klassensprechers besser zu verstehen, erstellen die Schüler abschließend Plakate an, ein Thema dabei: „Mitgestalten an der Schule“. Denn das ist eine der wichtigsten Aufgaben eines Klassensprechers. So wie Adrian, der mittlerweile die siebte Klasse besucht, erzählt: „Als ich noch in der Sechs war, haben wir ein Lagerfeuer für unsere Klasse organisiert, das war super.“