Katrin Sobotha-Heidelk Foto: Jörn Lehmann

Werksstattlesung mit Katrin Sobotha-Heidelk

Schweriner Autorin liest am 15. Oktober im Alten Forsthof aus ihrem noch nicht erschienen Roman „Das Schweigen“

Nicht wahr, aber wahrhaftig. Das ist der Anspruch den Katrin Sobotha-Heidelk an Bücher aus ihrer Feder stellt. Aktuell schreibt die Schwerinerin an einem Roman. Arbeitstitel „Das Schweigen“. Diesen stellt sie interessierten Literaturliebhabern bei einer Werkstattlesung im Alten Forsthof in Ludwigslust vor – am Dienstag, 15. Oktober 2019, um 19 Uhr.

Der Roman spielt hauptsächlich im Deutschland der Nachkriegszeit – sowohl in Mecklenburg als auch in Vorpommern. Die fiktive Handlung nimmt ihren Anfang Weihnachten 1942 in Königsberg und endet 2016. Die achtjährige Elsa flieht mit ihrer Großmutter nach Deutschland, wo sie sich lange nicht willkommen fühlt. Schweigen bestimmt das Leben, vor allem Schweigen über die Vergangenheit. Ihre Vater befindet sich noch in Gefangenschaft, als Elsas Schwester geboren wird. Das kleine Mädchen wird zur Adoption freigegeben und nie erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt ist Elsa 17, erst viel später wird ihre Schwester Teil ihres Lebens. Einfühlsam erzählt Katrin Sobotha-Heidelk, wie ihre Heldin sich versteckt. Erst auf der Flucht, dann in einem fremden Land. Erst nach und nach lernt Elsa, wieder sichtbar zu werden.

Während und nach der Lesung können Neugierige mit der Autorin ins Gespräch kommen. Katrin Sobotha-Heidelk gewährt Einblick in ihre Arbeit und in ihrer Arbeitsprozesse. Sie erklärt, wie sie in ihrer „Schwammphase“ ihre Figuren entwickelt und wann sie der „Kick zum Schreiben" erfasst. Im Sommer 2018 erhielt die Schwerinerin ein Stipendium des Landes für einen mehrwöchigen Aufenthalt im russischen Kaliningrad, ehemals Königsberg. Hier entstand ein Großteil der Ideen für ihren Roman.

Karten für die Lesung gibt es bei Ina Boehringer unter der Telefonnummer 03874-5703218.